Digitale #Demokratie am #DiFe19

APROPOS_ gestaltete letzte Woche am Digital Festival Zürich zusammen mit eZürich und digitale Gesellschaft die #DiFe19 Session „Gesellschaft Digital" über #Datenschutz, digitale #Grundrechte und digitale #Demokratie .

von Nathalie Stübi
03 Okt / 5 min read

Apropos_ gestaltete letzte Woche zusammen mit eZürich und der digitale Gesellschaft eine Session am Digital Festival Zürich. Das Thema war die „Gesellschaft Digital“. Viktor Györffy, Rechtsanwalt und Vorstandsmitglied der digitalen Gesellschaft, eröffnete den Nachmittag mit seiner Keynote zu den Grundrechten der BürgerInnen, die auch in in der digitalen Welt Bestand haben. Der Staatsaufgabe, Sicherheit zu gewährleisten, dürfe nicht alles untergeordnet werden.

Im Anschluss brachten sich die BesucherInnen im Postenlauf zur #DigitalenDemokratie aktiv ein. Beim Posten zu ‚Agenda-Setting‘ zeigten Nicolas Zahn (Operation Libero) und Daniel Graf (Public Beta), wie man sein Anliegen auf das politische Parkett bringt und welche digitalen Instrumente bspw. die Mobilisierung bei der Unterschriftensammlung unterstützen. Clau Dermont (Digital Democracy Lab UZH) und Hannes Gassert (Opendata) demonstrieren beim Posten ‚Information‘, wie politische Information durch verschiedenste Kanäle verbreitet wird und wie #fakenews, #echokammern und #microtargeting durchbrochen werden könnten.

Der Posten ‚Deliberation‘ zeigte, dass das gesellschaftliche Aushandeln Teil jedes demokratischen Prozess ist. Stefan Klauser (computergestützte Sozialwissenschaften, ETH Zürich) und Maximilian Stern (staatslabor) konnten anhand digitaler Plattformen aufzeigen, welche innovativen Ansätze in Forschung und Praxis vor der Tür stehen . Zwei Wahlassistenten prägten schliesslich den Posten ‚Partizipation‘:  Das erste Tool war smartvote von Daniel Schwarz und Michael Erne. Es zeigt auf Basis eines Fragebogen und „Smartspider“ an, wie hoch die eigene Übereinstimmung zu kandidierenden Politikern ist. Christoph Laszlo (Politische Philosophie UZH), Salim Brüggemann (Zentrum für Demokratie Aarau) stellten als zweites Tool „VoteLog“ vor, das auf Basis des konkreten Abstimmungsverhalten der Parlamentarier in der vergangenen Legislatur eine Wahlpräferenz abgibt.

Im Anschluss an den Postenlauf zeigte Bruno Baeriswyl, Datenschutzbeauftragter des Kanton Zürichs, wie wir gemeinsam gesellschaftliche Regeln aushandeln, um unsere Rechte bspw. an Daten wahrzunehmen. Wir dürften uns als Gesellschaft  nicht zu einem chinesischen Modell entwickeln. Judith Belaiche (Swico), Giulia Fitzpatrick (Zetamind), Lorenz Hilty (Informatik UZH) und Marco Salvi (Avenir Suisse) ergänzten die beiden Keynote-Sprecher in einer polarisierende Schlussdiskussion zum Umgang mit Daten. Die widersprüchlichen Positionen bei der gesellschaftlichen und juristischen Gestaltung des digitalen Lebenswelt lassen künftig intensiven Aushandlungen erwarten - mit dem Ziel einer gemeinsam getragenen Vision der künftigen digitalen Gesellschaft.

Bilder: Elias Gmünder

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