_DigitalBarometer

Der jährlich erscheinende DigitalBarometer dient als wichtiges Mittel, um die gesellschaftliche Auseinandersetzung rund um relevante Themen im Kontext der Digitalisierung zu unterstützen. Basierend auf den Ergebnissen werden Anknüpfungspunkte für Projekte identifiziert, um die Bevölkerung im Transformationsprozess zu unterstützen (Informationen, Dialoge etc.) und entsprechende Implikationen für die die Gestaltung resp. Regulierung der Digitalisierung (für die Politik, Wirtschaft, Bevölkerung etc.) abzuleiten.

Mit dem DigitalBarometer  untersuchen wir, wie die Schweizer Bevölkerung über ausgewählte Themen der Digitalisierung denkt: Wie werden unterschiedliche Entwicklungen wahrgenommen? Wo werden Chancen für die Zukunft gesehen - wo dominieren Sorgen? Und mit welchen Themen möchte sich die Schweiz vertieft auseinandersetzen – und wie?
Diesen Fragen geht der DigitalBarometer in einer jährlich erscheinenden, schweizweit repräsentativen Umfrage nach. Dabei fokussiert er sich auf acht Themenfelder:

1. Automatisierung von Arbeitsprozessen: Durch den Einsatz von Robotik, die Vernetzung von Maschinen und intelligente Algorithmen werden manuelle sowie geistige Arbeitsprozesse automatisiert. Der Mensch wird künftig verstärkt mit Computern und Robotern zusammenarbeiten.

2. Smart Home: Gegenstände in unserem Zuhause werden digitaler und vernetzter. Dadurch können neue Dienstleistungen geschaffen werden (z.B. automatisierte Einkäufe, intelligente Reinigungsroboter und in-dividualisierte Unterhaltungsangebote). Haushalts- und Personendaten dienen dabei als zentrale Datengrundlage.

3. Smart City: Die intelligente Stadt, bzw. das intelligente Dorf zeichnet sich durch eine zunehmende digita-le Vernetzung von Infrastrukturen (z.B. intelligente Ampelsysteme zur Steigerung der Verkehrseffizienz) und Dienstleistungen bis hin zu Personen (z.B. soziale Plattformen, die «Carsharing» ermöglichen) aus. Unterschiedliche Daten werden dazu gesammelt, analysiert und verarbeitet (Personendaten, Wetterdaten, Verkehrsdaten etc.).

4. Digitale medizinische Diagnosen: Anhand von unterschiedlichen Patientendaten und weiteren In-formationen erstellen intelligente Computerprogramme Diagnose- und Therapievorschläge und machen ge-naue Vorhersagen über individuelle Krankheitsverläufe sowie Erfolgswahrscheinlichkeiten von Behandlun-gen. Ärzte werden Entscheidungen künftige verstärkt mit Hilfe solcher Programme fällen.

5. Sammeln von Nutzerdaten (Tracking): Durch verschiedene Anbieter und staatliche Institutionen, aber auch durch die eigene Person werden Verhaltens- und Bewegungsdaten in unterschiedlichen Bereichen wie Mobilität, Gesundheit und Fitness gesammelt (z.B. über Standortdienste bei Google Maps oder digi-tale Schrittzähler). Ziele sind z.B. die Analyse von Kundenverhalten zu Marketingzwecken oder die Vermessung der eigenen Person aus privatem Interesse.

6. Meinungsbildung: Das Internet bietet allen eine Vielzahl von Möglich-keiten, um sich über Themen zu informieren, auszutauschen und die eigene Meinung mitzuteilen (z.B. online Medienportale, Social Media Plattformen, politische Foren).

7. E-Voting: Durch E-Voting können Stimmbürgerinnen und Stimmbürger über das Internet abstimmen und wählen.

8. Ausbildung in einer digitalen Welt: Durch die Digitalisierung verändern sich die Berufsprofile und damit auch die Anforderungen an die Arbeitnehmenden. Im Rahmen der Ausbildung gilt es Kinder und Jugend-liche entsprechend darauf vorzubereiten – sowohl im Hinblick auf digitale Kompetenzen (z.B. Program-mieren, Wissen um Datenschutzmassnahmen) als auch betreffend der zunehmend geforderten Anpas-sungsfähigkeit in einem sich schnell verändernden Arbeitsmarkt.

Die Ergebnisse zum DigitalBarometer 2019 werden am 27. November 2019 öffentlich gemacht.