#Datenkooperation CH

Mit der «Datenkooperation CH/ Covid19» möchte die Stiftung Risiko-Dialog zusammen mit der Swiss Data Alliance und der Universität Zürich krisenrelevante Daten von Bürgern anonymisiert für die Nutzung durch Gesundheitsdienstleister, Verwaltungen, Forschungsinstitutionen, private Unternehmen und weitere Organisationen zugänglich und nutzbar machen.

von Nathalie Stübi
29 Jun / 5 min read

Während der Coronakrise zeigte sich der Wert von Daten, die zur Eindämmung der Pandemie beitragen können. Jedoch ist die aktuelle Daten-Debatte stark belastet von Unternehmen, die ethische Belange der Menschen zu wenig beachten und Menschen, die nicht selbstbestimmt mit ihren Daten umgehen können. Um der nächsten Krise voraus zu sein, wollen wir diesen Diskurs nutzen, um in einem partizipativen Verfahren die unterschiedlichen Stakeholder von Politik, Unternehmen über Forschung auf die unterschiedlichen Bedürfnisse und Ansprüche der Zivilbevölkerung zu sensibilisieren und zu einer Lösungsfindung zusammen zu bringen.

Flankiert vom parlamentarischen Vorstoss «Datenspende» will die «Datenkooperation CH/ Covid19» krisenrelevante Daten von Bürgern anonymisiert für die Nutzung durch Gesundheitsdienstleister, Verwaltungen, Forschungsinstitutionen, private Unternehmen und weitere Organisationen zugänglich und nutzbar machen. Ein besonderes Augenmerk wird hierbei auf die explizite Kontrollmöglichkeit durch Bürger (Datenspender) gelegt, deren Akzeptabilität zur “Datenspende” in der organisatorischen und technischen Design verankert ist.

Mit der Vorstudie wird der erste Grundstein zur Verortung der unterschiedlichen Stakeholder Positionen und für den gemeinsamen partizipativen Lösungsprozess gesetzt. So wird Grundlagenforschung durch eine repräsentative Bevölkerungsstudie zur Akzeptanz gegenüber der Datenspende betrieben. Auf dieser Basis werden zusammen mit ausgewählten Stakeholdern (Datennutzer, Datenproduzenten, Datendienstleister) mögliche Lösungen für eine gemeinsame Datenkooperation erarbeitet und ein Projekt für den nachhaltigen Aufbau der «Datenkooperation CH/ Covid19» entwickelt.

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