Digitale #Demokratie Toolbox: Mehr “Bottom Up”-Partizipation dank #CivicTech

Eine aktuelle Studie zeigt: 4 von 5 Volksinitiativen werden von etablierten Organisationen (vorwiegend Parteien und Verbände) lanciert. Auch partizipiert in der Regel nur ein kleiner Prozentsatz der Schweizer Bevölkerung konkret in politischen Entscheidungsprozesse. Dies möchte APROPOS_Risiko-Dialog und der Dachverband für Schweizer Jugendparlamente ändern und entwickeln mit Hilfe der Schweizerischen UNESCO-Kommission die Digitale Demokratie-Toolbox. Ziel dabei ist, der breiten Öffentlichkeit konkret aufzuzeigen, wo sie sich digital beteiligen können.

von Nathalie Stübi
07 Okt / 5 min read

Während des Wahljahres 2019 führte APROPOS_Risiko-Dialog mit Expert_innen und der breiten Bevölkerung unterschiedliche interaktive Diskursformate im #DigitalFestival und #Schweizwählt durch. Die dabei gemeinsam gesammelten Erkenntnisse zur #digitalenDemokratie fliessen nun in ein Meta #CivicTech Tool ein. Die Digitale Demokratie-Toolbox stammt aus der Feder eines durchmischten Teams an Civic Tech-Liebhaber_innen und entstand während des #VersusVirus Hackathons. Sie wird nun von APROPOS_ in Kollaboration mit dem Dachverband Schweizer Jugendparlamente weiterentwickelt. Oberstes Ziel dabei ist, die Schweizer Bevölkerung auf die aktive Mitwirkung mit einfachen digitalen Tools aufmerksam zu machen.

«Es bestehen bereits zahlreiche Civic Tech Tools wie Plattformen und Applikationen, die die politische Beteiligung vereinfachen. Allerdings kennen diese nur Wenige oder sehen nicht wer oder was dahintersteckt. Wir möchten mit der Digitalen Demokratie Toolbox Licht in diesen Civic Tech Dschungel bringen.» so Projektleiterin Nathalie Stübi von ARPOPOS_Risiko-Dialog.

Dank der Programmfinanzierung «Global Citizenship Education» durch die UNESCO-Kommission kann der Toolbox-Prototyp weiterentwickelt und verfeinert werden. Eine Übersicht von nationalen und internationalen Civic Tech Tools soll dazu beitragen, die digitale politische Beteiligung der Bevölkerung - auch über nationale Grenzen hinweg sowie zu globalen Fragen - zu erleichtern. Sie stösst eine Diskussion über Technologien der Bürger_innenbeteiligung an und stärkt das öffentliche Engagement dank E-Partizipation.



*Was ist #CivicTech ?

Unter Civic Technology (kurz Civic Tech) versteht man den Einsatz digitaler Technologien zur Verbesserung der politischen Partizipation der Bevölkerung. Konkret zielt sie darauf ab, die Bürger_innen besser in politische Planungs- und Entscheidungsprozesse einzubeziehen. Dazu gehören Crowdsourcing-Prozesse, die direkte Kommunikation mit politischen Amtsträger_innen und die Abstimmung für Nachbarschaftsprojekte. Ein gutes Beispiel, das schon seit langem genutzt wird, ist der Dienst "Züri wie neu". Mit dem Webtool der Stadt Zürich können Bürger_innen Schäden an der Infrastruktur, z.B. an einer Bank oder einer Strassenlaterne, über das Tool melden, indem sie den Standort sowie eine Beschreibung des Schadens eingeben und ein Foto hochladen.

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